Brandschutz: Organisatorische Maßnahmen zum Schutz von PV-Anlagen

Im dritten und letzten Teil unserer Reihe zu Brandschutzmaßnahmen bei Photovoltaik-Anlagen stellen wir Ihnen einige organisatorische Maßnahmen vor, die dabei helfen können, Ihre PV-Anlage zu schützen. Dazu zählen:

  1. Das Aufstellen des Hinweisschildes, um die Einhaltung von Sicherheitsabständen bei den Löschmaßnahmen zu gewährleisten
  2. Die sichere Verlegung von DC-Leitungen, um eine sichere Personenrettung im Brandfall zu gewährleisten

Das genormte Hinweisschild

Nach DIN VDE 0100-712 ist am Übergabepunkt der elektrischen Anlage, beispielsweise im Hausanschlusskasten oder an der Hauptverteilung, ein genormtes Hinweisschild, auch bekannt als Feuerwehrschild anzubringen. Durch die Kennzeichnung können die Einsatzkräfte der Feuerwehr die PV-Anlage erkennen.

Dementsprechend werden die Löschmaßnahmen dann unter Einhaltung der Sicherheitsabstände gemäß DIN VD 0312 – Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung im Bereich elektrischer Anlagen – durchgeführt.

DC-Leitungen sicher verlegen

Spannungsführende, nicht abschaltbare DC-Leitungen der Photovoltaik-Anlage sind im Gebäude sicher gegen Beschädigung der Isolierung zu verlegen. Es muss stets gewährleistet sein, dass die Einsatzkräfte der Feuerwehr die Personenrettung im Brandfall sicher durchführen können. Nach der VDE-AR-2100-712 ist der Schutz der DC-Leitungen durch eine geeignete Abtrennung bzw. einen Brandschutzkanal nach EN 1366-5 oder DIN 4102-11 möglich.  Der Brandschutzkanal PYROLINE® Sun PV aus dem OBO-Portfolio ist zugelassen für die Installation im Flucht- und Rettungsweg und aufgrund seiner Witterungsbeständigkeit auch für den Außenbereich geeignet. Auch im Brandfall stellt er den sicheren Berührungsschutz her.